Mein Panamá  -  Links, Tips, Berichte

Wer ist Ramiro Arena?
Teil 1: Die Panama-Connection des Herrn "Ramiro Arena"
Teil 2: Von der Marbella-Connection zur Panama-Connection
Nachtrag: Betrüger in Panama gefasst

Alle externen Links öffnen eine neue Seite
Emails: Zum Spamschutz wird (at) statt @ verwendet, bitte manuell ersetzen

Wenn ihr weitere nützliche Links, Tips, Berichte oder Korrekturhinweise habt, schickt sie bitte an volker(at)mein-panama.de

 

Herr "Ramiro" selbst teilt uns auf seinen Webseiten wenig zu seiner Identität mit. 
Männlich, angeblich 62 Jahre alt (wann?). 
Wohnort unbekannt, aber ganz sicher nicht, wie angekündigt, in der Siedlung "San Paulo", in der er angeblich ein Haus gekauft hat, um dort zu wohnen. Von der erfährt man aber auch nicht, wo sie liegt.

Obwohl "Ramiro Arena" ein lateinamerikanischer Name ist, handelt es sich bei diesem Herrn vom Sprachstil her um einen Deutschstämmigen. Sein Schreibstil verrät allerdings kein höheres Bildungsniveau, der "Dr." den er sich in einem seiner fiktiven Leserbriefe verleiht, ist lachhaft. Immerhin überläßt er es einem erfundenen Leser, ihn so zu bezeichnen.

In einigen (offenbar von ihm selbst geschriebenen) Leserbriefen in seinem Blog läßt er sich nicht nur mit "Dr. Arena" anreden, sondern sich auch absolute "Glaubwürdigkeit" und "selbstlose Ehrlichkeit " bescheinigen. Wer soll darauf hereinfallen?

Keine Adresse, kein Foto, keine Referenzen, nichts greifbares. Sehr vorteilhaft für jemanden, der dubiose Geschäfte anbietet und über's Internet um Spenden bittet.

Aber in seinem Drang nach Publizität unter falschen Namen hat sich Herr Ramiro einen (Freudschen?) Lapsus geleistet und (versehentlich?) die Fährte zu seiner Identität gelegt. 
Oder fühlt er sich in Panama so sicher vor den Strafverfolgungsbehörden, dass er bewusst erkennen lassen wollte, dass er ein vorbestrafter Wirtschaftskrimineller ist, der in Zusammenarbeit mit anderen ebenso skrupellosen Elementen viele Menschen durch Lug und Trug um ihr Geld gebracht hat?

In dem Blog http://auswandern-nach-spanien.blog.de schrieb am 18. Dez, 2009 ein Blogger mit dem Mitleid heischenden Namen "JustizOpfer" einen Beitrag, den er mit  "Gruß aus Panama, Ramiro" unterzeichnet. 

Ramiro aus Panama ... doch nicht etwa "unserer"? Das Foto zeigt allerdings nicht einen etwa 60-jährigen, dem behaupteten Alter Ramiros, sondern einen angeblich 50-jährigen aus Las Vegas. Aber Fotos kann man ja im Internet beliebig herunterladen und Namen und Adressen kann man sich ausdenken. 

Im Blog-Profil dieses "Justizopfers" findet man, dass "Ramiro" sich auch als "Fred Schnüffler" bezeichnet und über sich folgendes schreibt (Hervorhebung des Namens durch uns):

"Ich schnueffle gerne auf der Spur Verurteilter, wenn sich dahinter mehr verbirgt als nur die Feststellung: verurteilt, geloest.

Mein derzeitiger Fall, der mich fesselt und nicht loslaesst, sind die kuriosen Vorgaenge gegen den angeblichen "Bandenboss" der sog. Marbella Connection, den einst hochangesehenen Exstudienrat Herbert Elders aus Kleve.

"Marbella Connection", deutsche Erfinder-Fassung des pädophilen Journalisten Herbert Klar, nach dessen TV-Bericht Uebernahme durch den Noch-Staatsanwalt Frank Erdt, Gera in die Ermittlungsakten, um oeffentliche Sensation zu erzeugen. Es gibt seit 25 Jahren eine wirkliche LA CONEXION MARBELLA in der spanischen Politik, also nicht als sensationsheischender, deutscher Wortdiebstahl .

Gerade das hat mich neugierig gemacht. Was steckt hinter der ganzen Sache? Und nun stoße ich auf seltsame Dinge, die sich unglaublich anhoeren, aber immer mehr Wahrheit und Verbrechen an's Tageslicht bringen, Verbrechen amtlicher Dienstträger, gedeckt durch die thueringer Landespolitiker. Unglaublich!
"

Liest man die weiteren dort aufgeführten Blog-Beiträge über sich selbst, 

so wird schnell das gleiche Muster der Selbstbeweihräucherung und Realitätsverleugnung erkennbar, das wir schon bei Herrn Ramiro kennen gelernt haben. Unser "Justizopfer" belegt darin den Staatsanwalt Frank Erdt aus Gera, der den Betrugsfall des Herbert Elders aus Kleve minutiös verfolgt und zur Anklage gebracht hat, sowie Journalisten, die über den Fall berichtet hatten mit den übelsten Beschimpfungen und Unterstellungen.

Ganz besonders deutlich wird dieses Muster in dem zweitem Artikel, in dem auch kaum Zweifel daran gelassen werden, dass "unser" Ramiro aus Panama alias Fred Schnüffler (mal angeblich aus Texas, mal aus Las Vegas in Nevada) niemand anderes ist als Herbert Elders selbst:

"Er hieß einmal Herbert Elders, heute heißt er anders. Er hat eine neue Identität, eine neue Staatsbürgerschaft. Ich nennen ihn daher einfach, was er immer noch ist: Justizopfer.

Wer ist dieses Justizopfer, das man als Studienrat 5 Jahre hinter Gittern steckte? Dem die Menschenwürde in überlanger, selbst vom Bundesgerichtshof bestätigten, grundgesetzwidrigen Weise mehr als 16 Monate in Untersuchungshaft hielt?

Den man zu 5 Jahren Haft verurteilte, zu einem Geständnis für Taten erpresste, die er nie beging, die nie bewiesen wurden, die nach menschlichem Ermessen nie begangen werden konnten, nicht einmal theoretisch?   ....."

Herbert Elders ist also ein unschuldiges Justizopfer, dessen Taten "nicht einmal theoretisch" begangen werden konnten? Die Presseberichte über Herrn Elders' Machenschaften und auch persönliche Berichte Betroffener sprechen eine andere Sprache.

Unter http://community.livejournal.com/insider_tipps/1460.html wird von der Marbella-Connection des Herrn "Herbert Elders / Marbella und seinem Kollegen und ehemaligen Rechtsanwalt Kraus" berichtet. 

Letzer wird in einem Artikel von Dietrich Kracht unter http://www.kr8.de/chronik/ar01s08s21.html auch als "Klaus Crause" erwähnt, siehe auch den Spiegel-Artikel unten. Diese Webseite gibt u.a. unter http://www.kr8.de/chronik/ar01s08s24.html weitere Details der betrügerischen Spanien-Deals bekannt.

Eine offenbar ältere Webseite berichtet unter http://www.beepworld.de/members8/csa-agency/unternehmensretter.htm über das gleiche Thema.

Unter dem Datum 24.03.2006 heißt es im Pressearchiv der Thüringer Generalstaatsanwaltschaft:

Staatsanwaltschaft Mühlhausen hat Anklage gegen „Firmenbestatter“ erhoben

In einem der bislang umfangreichsten Verfahren seiner Art hat die Staatsanwaltschaft Mühlhausen Anklage gegen zwei Männer im Alter von 45 und 66 Jahren zu der Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts Mühlhausen erhoben.
Den Angeklagten wird vorgeworfen, von 1998 bis in die Gegenwart mehr als 2.000 Straftaten im Zusammenhang mit der „Bestattung“ von Unternehmen begangen zu haben.

Die etwa 750 Seiten starke Anklage wirft ihnen in einer Vielzahl von Einzelfällen unter anderem mittelbare Falschbeurkundung, Insolvenzverschleppung, Untreue und Bankrottdelikte, vor.
Der Schaden, der sich in mehrstelliger Millionenhöhe bewegen dürfte, ist nicht genau bezifferbar.
Vor allem der von den Angeklagten verursachte volkswirtschaftliche Schaden ist erheblich. 
Durch die von ihnen begangenen Straftaten sollen sie bewirkt haben, dass die zum Schutz von Gläubigern geschaffenen rechtlichen Sicherungssysteme unterlaufen werden.

Zu den Vorwürfen im Einzelnen:
Die Angeklagten sollen mehr als 500 Firmen zu Preisen zwischen 5.000 bis 10.000 € von den ehemaligen Inhabern aufgekauft haben. (Das Geld haben die Angeklagten erhalten und nicht etwa bezahlt !)

Die von ihnen erzielten Einnahmen betragen insoweit ca. 2,5 bis 5 Millionen €.
Als Gegenleistung sollen die Angeklagten die Interessen der früheren Firmeninhaber in un-gesetzlicher und strafbarer Weise vertreten haben.

Befindet sich nämlich eine Kapitalgesellschaft, zum Beispiel eine GmbH, in der Krise, stellt sich der übliche Verfahrensablauf wie folgt dar:
Mit Eintritt der Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung einer GmbH ist der Geschäftsführer verpflichtet, binnen 3 Wochen einen Insolvenzantrag bei dem zuständigen Amtsgericht zu stellen.
Das Amtsgericht setzt einen Insolvenzverwalter ein und entscheidet über die Eröffnung des Insolvenzverfahrens.
Möglicherweise vorhandene Vermögenswerte werden nach einem bestimmten Modus auf die Gläubiger aufgeteilt. Anschließend erfolgt die Liquidation des Unternehmens und die Löschung im Handelsregisters.
In dieser Phase des „sterbenden Unternehmens“ fürchten die Verantwortlichen der Firmen, dass sämtliche Vermögenswerte der Gesellschaft aufgedeckt und der Liquidation unterworfen werden.
Verdeckte Entnahmen zum Nachteil der Gläubiger sind nicht mehr möglich. Außerdem fürchten die Geschäftsführer, dass sie privat finanziell in Anspruch genommen und möglicherweise auch, beispielsweise wegen verspäteter Stellung eines Insolvenzantrages, strafrechtlich zur Verantwortung gezogen werden.
Um all diese Nachteile zu vermeiden, bedienen sie sich so genannter „Firmenbestatter“.
Genau an dieser Stelle sollen auch die Angeklagten aktiv geworden sein.
Mit Hilfe eines von ihnen konstruierten Systems von Vermittlern und Pseudogeschäftsführern sollen sie die verschiedenen Firmen aufgekauft haben. Die Firmensitze wurden häufig verlegt. Insbesondere wurden neue Geschäftsführer mit teilweise falschen Identitäten eingesetzt. Diese Geschäftsführer waren nur im Ausland erreichbar. Ihr „Büro“ reduzierte sich in der Regel auf ein Postfach.
Damit waren die Firmen und die eingesetzten Geschäftsführer praktisch unerreichbar geworden. Gerichtsvollzieher standen vor leeren Firmenräumen, Gläubiger blieben auf ihren Rechnungen sitzen. Mahnungen und Zivilklagen kamen nicht an. Insolvenzanträge konnten nicht zugestellt werden. Gutachter in Insolvenzverfahren, Staatsanwälte und Polizeibeamte fanden weder Buchhaltung noch Firmeninventar vor.
Zugleich wurde den ehemaligen Gesellschaftern oder Geschäftsführern eine Vollmacht erteilt, so dass diese wiederum in der Lage waren, noch vorhandene Vermögenswerte zu veräußern. Die Gläubiger hatten keine Chance das zu verhindern.

Zur Person der Angeklagten:
Der 66-jährige Angeklagte E. ist von Beruf Handelsschullehrer. In der Vergangenheit war er im Bereich Fortbildung selbstständig tätig. Er ist verheiratet und hat Kinder. Wegen Bankrott und Insolvenzverschleppung ist er in den vergangenen Jahren bereits in 2 Fällen rechtskräftig zu Geldstrafen verurteilt worden.

Der Mitangeklagte 45-jährige G. hat eine handwerkliche Ausbildung absolviert und hat sich anschließend selbstständig mit dem Thema Steuerberatung beschäftigt. Er ist nicht verheiratet. Strafrechtlich ist er bislang nicht in Erscheinung getreten.

Die beiden Angeklagten befinden sich derzeit noch in Untersuchungshaft.
Der Angeklagte E. wurde im Rahmen einer internationalen Fahndung am 17.03.2005 in Spanien in Auslieferungshaft genommen. Seine Auslieferung nach Deutschland erfolgte am 13.05.2005. 
Der Angeklagte G. wurde in Paraguay festgestellt. Er reiste anschließend freiwillig aus und wurde bei seiner Ankunft in Deutschland am 04.06.2005 festgenommen.

Zur Historie des Verfahrens:
Das gesamte Ermittlungsverfahren nahm seinen Anfang mit einem Strafbefehl, der seinerzeit durch die Staatsanwaltschaft Gera gegen eine Geschäftsführerin aus Kahla beantragt wurde. 
Im Zuge der dort geführten Ermittlungen stellte sich heraus, dass diese Geschäftsführerin ihre Firma an so genannte „Firmenbestatter“ verkauft hatte. Intensive Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Polizei erbrachten Hinweise darauf, dass diese „Firmenbestatter“ bereits eine Vielzahl weiterer Firmen aufgekauft hatten. Gegen sie wurden Ermittlungen eingeleitet und Haftbefehle erlassen. 
Bis heute wurden bereits 13 Personen der so genannten Ebene der Vermittler und Strohleute bzw. Übernehmer durch das Amtsgericht Gera rechtskräftig verurteilt. Das Amtsgericht hat zum Teil mehrjährige Freiheitsstrafen ohne Bewährung ausgesprochen.

Durch die seit 2002 geführten außergewöhnlich intensiven und engagierten Ermittlungen gelang es das gesamte System bis in die Spitze aufzuklären.
Durch die Staatsanwaltschaft Mühlhausen - Schwerpunktabteilung für Wirtschaftsstrafsachen - wurde das Verfahren übernommen und Anklage bei dem Landgericht Mühlhausen erhoben. 
Durch das Landgericht Mühlhausen wurde die Anklage zugelassen und das Hauptverfahren eröffnet.
Im Falle einer Verurteilung drohen den Angeklagten Freiheitsstrafen bis zu 15 Jahren.

Am 23.10.2006 berichtet das Handelsblatt über die "Firmenbestatter"-Masche und erwähnt dabei ebenfalls Herrn Herbert Elders und Staatsanwalt Erdt.

Unter http://plan-access.de/dey/vr/drecht-2anwalt-staat.htm findet man die folgende Schilderung, die zuvor im Spiegel (Autor: Bruno Schrep, auch in html-Version) am 29.12.2008 unter dem Titel "Der Staatsanwalt und die Phantome" erschienen war:

..... Weil einige Fälle auch im Raum Gera spielen, fordert Erdt bei Kollegen anderer Staatsanwaltschaften die Ermittlungsakten an - sie werden gern geschickt. Erstens, weil jeder Einzelfall für sich allein eher geringfügig erscheint. Zweitens, weil komplizierte Wirtschaftsverfahren viel Wissen und noch mehr Zeit erfordern, meist schwer beweisbar sind und oft genug mit Freispruch oder Einstellung enden. Drittens, weil mit der Thematik überforderte Ermittler froh sind, den Kram loszuwerden.
Erdt dagegen, aufgewachsen im niederrheinischen Moers, hat im bayerischen Passau nicht nur Jura studiert, sondern auch Marketingvorlesungen besucht. Er versteht etwas von Wirtschaft, kann Bilanzen lesen. Fortan brütet er 12 bis 14 Stunden täglich, auch an den Wochenenden, über Akten aus ganz Deutschland. Stößt auf neue Namen, auf neue Verbindungen, rekonstruiert Zusammenhänge. Erkennt, dass die verschiedenen Puzzleteile aus allen Ecken der Republik ein großes Ganzes ergeben: die Marbella-Connection, eine straff geführte kriminelle Organisation mit klarer Aufgabenteilung. Oben die Drahtzieher, in der Mitte die Abwickler, unten die Indianer.
Als Boss ortet Erdt den früheren Handelsschullehrer Herbert Elders. Der graubärtige Jaguar-Fahrer, ein resoluter Mittsechziger, residiert in einer Luxusvilla in den Bergen von Marbella und hat eine mehrköpfige Führungsriege um sich geschart: seine Ehefrau, den früheren Rechtsanwalt Claus Krause aus Kleve und Norbert G., der sich gern als "Professor" vorstellt.
Die Vorgehensweise der Bande ist immer gleich. Von Marbella aus schalten Elders, der sich als Steuerberater ausgibt, und seine Komplizen reihenweise Anzeigen in großen deutschen Tageszeitungen und im Internet. "Statt Konkurs: GmbH-Verkauf" locken knallige Überschriften, oder noch unmissverständlicher: "Bringen Sie Ihre Schäfchen ins Trockene" und "Schulden ade". Im Text wird den Interessenten nahegelegt, sich ihrer Firma "mit einer einfachen Sitzverlegung nach Spanien zu entledigen, damit niemand an den Rest Ihres Vermögens kommt".
Wer sich meldet, und das sind Hunderte klammer Firmenchefs, die Angst vor der Zwangsvollstreckung, vor der Einsetzung eines Insolvenzverwalters oder vor ihren Gläubigern haben, bekommt Besuch von sogenannten Repräsentanten - alerten Vermittlern, die kurz mal in die Bücher gucken und dann um die Konditionen feilschen. Pro Firmenübernahme kassiert die Connection zwischen 5000 und 15.000 Euro - Geld, das die Verkäufer schwarz zu ihren maroden Betrieben dazulegen. "Weg mit Schaden", so heißt das Motto. Offiziell wird der jeweilige Betrieb zu einem imaginären Preis verkauft, der nie gezahlt wird. Nach der Kontaktaufnahme tauchen die Repräsentanten nicht mehr auf.
  

 

Connection-Boss Elders 2005 in seinem Jaguar in Marbella

 

Letzter Marbella- Angeklagter B. (am 12. Dezember 2008 mit seiner Verteidigerin vor dem Amtsgericht Gera): "Diese Verfahren sind zu groß für uns"

Den Rest erledigen Strohmänner. Sie begleiten die alten Firmeninhaber zum Notar, schließen die Kaufverträge ab und lassen sich als neue Geschäftsführer im Handelsregister eintragen. Oft kreuzen sie zu den Notarterminen mit gefälschtem Pass und unter falschem Namen auf. Drogenabhängige sind darunter, hochbetagte Senioren, sogar Hausfrauen, die einen Nebenverdienst suchen. Erdt bezeichnet die Strohleute mit der falschen Identität als "Phantome".
....
Zur Farce geriet der Prozess gegen Marbella-Boss Herbert Elders und seinen Komplizen Norbert G. vor dem Landgericht Mühlhausen. Der Richter ließ die Verlesung von Erdts 750 Seiten dicker Anklageschrift abbrechen. Dieses Werk, begründete er seinen ungewöhnlichen Schritt, sei viel zu kompliziert, für die Prozessbeteiligten nicht zu verstehen und deshalb nicht zumutbar.
Stattdessen wurde ein Deal ausgehandelt. Ermittler Erdt ließ 1200 seiner 2000 Anklagepunkte fallen, die Beschuldigten gestanden den Rest. Bandenchef Elders, der stets geleugnet hatte, sagte nur drei Worte: "Ja, es stimmt." Und erhielt fünf Jahre Knast, wegen Verletzung der Buchführungspflicht und Falschbeurkundung. Mittäter G. kassierte dreieinhalb Jahre.
Das klingt nach Happy End, nach einer Strafverfolgungsbehörde, die mit viel Beharrlichkeit einen Sumpf austrocknet; die einer Sorte Wirtschaftskriminalität nachgeht, mit der man garantiert nicht in die "tagesthemen" kommt, bei der es auch keine Prominenten zu überführen gibt. Und es klingt nach einem Beamten, der alsbald befördert wird.
Doch es kam ganz anders. Frank Erdt ist frustriert. Mitte Dezember hat er das letzte Urteil gegen ein Mitglied der Marbella-Connection erwirkt; der Angeklagte Roland B. bekam zwei Jahre auf Bewährung. Die Connection ist zwar erledigt, aber längst gibt es neue Fälle.
Auf Anweisung seines Behördenleiters ist Erdt jedoch für Wirtschaftsstrafsachen nicht mehr zuständig. Rolf Mundt lobt zwar Engagement und Fleiß seines Untergebenen, dieses "besessenen Spezialisten". Er sagt jedoch auch: "Diese Verfahren sind viel zu groß für uns, sprengen jeden Rahmen. Wir sind überfordert."
Jahrelang hat Mundt die Klagen der Justizwachtmeister gehört, die täglich Erdts Aktenberge zu schleppen hatten; der Sekretärinnen, die sich über massenweise Schreibarbeit beschwerten; der Staatsanwälte, die sich fragten, warum Erdt sich Strafverfahren aus Hamburg, Dortmund oder Frankfurt aufhalse - und sie dessen ortsnahe Fälle mit übernehmen müssten.
Kurzum: Frank Erdt hat den reibungslosen Ablauf in einer deutschen Behörde gestört. Deshalb soll er sein enormes Wissen über die Tricks von Firmenbestattern künftig bei Vorträgen in der Republik vermitteln, aber nicht mehr in der Praxis anwenden.  ....

In diesem Bericht ist auch ein etwas verschwommenes Foto von Herrn Elders in seinem Jaguar in Marbella zu sehen. Ganz offenbar hat Herr "Schnüffler" alias Ramiro alias Herbert Elders also nicht sein eigenes Foto in sein Profil eingestellt, aber etwas anderes war auch nicht zu erwarten.

In der Finanz-Webseite Gomopa, die immer wieder vor Betrügern warnt, schrieben mehrere Forumsmitglieder über die Panama-Connection des Herrn Elders oder "Dr.Altmann", vermutlich auch "Dr.D. Heldas", wie er sich teilweise nannte. Unter "Altmann" hatte Ramiro ja bereits auch an anderer Stelle seine Panama-Abzock-Webseiten angepriesen. 
Bei Gomopa wurde auch bereits 2009 auf einige seiner Webseiten hingewiesen, die allerdings inzwischen vom Netz genommen wurden.

Noch 2005 schrieb Herr Elders in Gomopa übrigens sowohl unter eigenem als auch unter fiktiven Namen, beweihräucherte sich in gewohnter Weise selbst ("Herr Elders, den ich für besten Experten halte, wenn es um die Gründung von Auslandsgesellschaften geht") und beschwerte sich darüber, dass ihn andere "in dreckigster Weise ... diffamieren

Um die vollständigen Beiträge zu lesen, muss man eingetragenes und zahlendes Mitglied (99-999 €/Jahr) sein. Hier daher nur einige öffentlich zugängliche Auszüge:
 

Montag, 29. September 2008, 19:28
Financieros Panama - Societaet Rodriguez Batista Diaz - Uwe Opitz

"
Nachfolgende Information erreichte uns im Zusammenhang mit einem Hinweis: Bitte informieren sie ihre User und veröffentlichen sie das zum Schutz der User. Kapital-Werbe-Inserate dazu erschienen u.a. in der Süddeutschen Zeitung ************* Financieros Panama - Societaet Rodriguez Batista Diaz / Panama Pablo Rodriguez Diaz - Rechtsanwalt (spanisch - russisch) Dr. D. Heldas, Banksachverständiger (holländisch - deutsch), Prof. Dr. jur. Tiburcio Rodriguez Batista, Perito (spanisch -......  "   

Sonntag, 15. Februar 2009, 15:11 
Forenbeitrag von: »Spiritus Rector«
ISIC VCM-Club - jetzt ISI Club (Marbella)  
...welche frei erfunden Namen. Nach vorliegenden Informationen soll es sich bei diesem Herrn (Bosel) um keinen anderen als Norbert Anton Greowsky handeln, der stets bemüht ist seine Spuren zu verwischen. Früher war Grzegosky zusammen mit einem Heinz Elders (derzeit in Haft) für eine Firmenbestattungsbude namens Anwaltskanzlei Ascania in Marbella (Marbella Connection) tätig. Elders soll er um Hunderttausende erleichtert haben. Grzegowsk nennt sich Doktor, kaufte aber den akademischen Grad in den USA...
(siehe auch diesen längeren Artikel vom 08.04.2009 über ein Abzockopfer des ISI-Clubs)

Mittwoch, 15. Juli 2009, 06:21
Forenbeitrag von: »Rietberger«
"
Peritos Latinos und Uwe Opitz
Uwe Opitz und "Dr." Altmann (richtiger name Elders) sind höchst unseriös. Beide sind bekannt dafür, dass Sie nur Vorkosten abkassieren. Bekannt ist dies schon seit 2 Jahren und die Zahl der Geschädigten beläuft sich auf über 200. "Altmann" bzw. Herr Elders bestreitet mit dem geld seinen Lebensunterhalt und den seiner 2 Söhne, seine Tochter und Frau und auch die Staatsanwaltschaft Jena suchen ihn schon seit gearumer Zeit, leider unauffindbar. Aber Herr Opitz und Herr Elders erfinden immer wieder ..."

Mittwoch, 22. Juli 2009, 11:14 
Forenbeitrag von: »baker & baker« 
Financieros Panama - Societaet Rodriguez Batista Diaz - Uwe Opitz
"Webseiten von "Dr." Altmann (richtiger name Elders): www.panama-aktuell.com  www.Kolumbien-Aktuell.com "

Aktuelles vom 23. Juli 2009
Aus ISIC wird ISI Club. Alter Wein in neuen Schläuchen!
Norbert Anton Grzegowsky, der sich gern als Doktor ausgibt und als Paul Bosel, Peter Bartel oder Martin Sachs Hunderte vornehmlich ältere Leute mit unsinnigen Kredit- und Anlagemöglichkeiten abzockt, er hat - einem Chamäleon gleich - wieder einmal sein Gewand gewechselt.
Aus ISIC Star Club wurde nun der ISI Club. Gegen seinen Kumpanen Herbert Ernst aus Freiburg und gegen den mutmaßlichen Betrüger Grzegowsky ermittelt mittlerwiel das LKA Baden Württemberg.

Der ebenfalls hier erwähnte Norbert Anton Grzegowsky (wohl der Gleiche wie Norbert Alfons Grzegowsky, siehe hier mit falschem Dr.-Titel) ist vermutlich der von "Ramiro" gelegentlich erwähnte "Norberto" oder "Norbert", der offenbar auch in Panama weiter mit Ramiro/Elders zusammenarbeitet. Wir haben ihn an anderer Stelle bereits erwähnt. 

Ein Norbert Alfons Grzegowsky ist u.a. als Betreiber der (bislang inhaltslosen) Webseite http://spanvoltage.com eingetragen. Er betreibt ausserdem die Webseite http://corevillo.com für die angebliche Import/Export Gesellschaft Corevillo Ventas, S.L. mit Sitz in Madrid. Die deutsch-spanische Verbindung hier ist sicher kein Zufall und ein Indiz, dass Norbert "Alfons" identisch ist mit Norbert "Anton". Herr G. handelt über seine Firma Corevillo nicht nur angeblich Printer-Toner und Pharmazeutika, sondern auch russisches Dieselöl mit 15% Rabatt: "until 6 Mio MT Diesel D2 spot. We can offer until 6 Million MT Diesel D2 spot from Russia FOB price Rotterdam platts minus 15%. ... Contact Person: Mr. Norbert Alfons Dr.Grzegowsky, Spain"

Der gleichen Herr ist in Spanien auch als Geschäftsführer der Firma STRIVE AG ESPAÑA SL. eingetragen, die sich angeblich mit der Vermietung von Fahrzeugen beschäftigt und deren einziger Gesellschafter EUROPEAN LEGAL & TAX ADVICE ASSISTANCE SL ist. 
Diese wiederum ist ebenfalls einziger Gesellschafter der CONTRASARAPAN INVESTMENT ESPAÑA SL. in der Grzegowsky bis 22.06.09 Geschäftsführer war und deren Bevollmächtigter als DOMMARCO LINDENTHAL-BREIER angegeben wird. Dieser letztere Herr (voller Name wohl Alvaro Dommarco Lindenthal-Breier) zeichnet ausserdem verantwortlich für die Firma Euroconsulting mit der gleichen Adresse in Madrid wie die vorgenannten
Grzegowsky-Firmen. 
Euroconsulting
ist nach eigenen Worten spezialisiert auf "Insolvenz (Privatinsolvenz, Regelinsolvenz) in Spanien und England, Firmengründung in Spanien" und andere verwandte Bereiche.
Hatten wir das Thema nicht schon mal? 
Konkret verkauft die Firma auf ihren Webseiten Bücher von Amazon sowie als "Angebot des Monats" Scheinadressen und Telefonnummern in Spanien mit Weiterleitung an einen beliebigen Ort.

In einem "Kurtz-Blog" schreibt am 20. Juli 2009 ein angeblicher Abogado Dommarco
"Wir, European Legal&Tax Advice Assistence, S.L. gründen u.a auch Firmen in Panama. Neben der klassischen SA (Aktiengesellschaft) auch Einzelfirmen. ..."  
Das Ganze wird von den bereits anderweitig gesehenen Atacken gegen Gomopa und andere Kritiker unter verschiedenen fiktiven Namen begleitet.

 



  

JustizOpfers Profil-Bild
falsches Foto
"Justizopfer"
Herbert Elders

Nach alledem dürften keine Zweifel mehr über die Identität des "Ramiro Arena" bestehen.
Aber es genügt ihm scheinbar nicht, sich von Panama aus mit Spendenaufrufen und "Investmentangeboten" neue Opfer in Deutschland zu suchen.
Er hat offenbar den unbezwingbaren Drang, das Schicksal herauszufordern, in dem er die Öffentlichkeit gezielt auf seine kriminelle Spur führt. "Die Welt" soll wissen, dass er wieder "draußen" ist und in Panama weitermacht.
  


Herbert Elders
alias Ramiro

Wir wollen hier keine psychologischen Deutungsversuche über seine Motive anstellen. Wenn jemand mit einer solchen kriminellen Vergangenheit sich als Justizopfer darstellt, deutet dies schon eine gewisse psychologische und soziale Anomalität hin. Widersprüchlichkeiten dürfen da nicht verwundern.

Herr Elders / Heldas / Altman / Ramiro hat offensichtlich nach der Verurteilung seine Verhaltensweise nicht wesentlich geändert.
Er ist weiterhin auf der Suche nach Dummen, Leichtgläubigen oder solchen Leuten, die meinen, über "Abkürzungen" schneller zu Geld zu kommen oder ihre anderen Probleme in ihrer Heimat mit seiner "Hilfe" lösen zu können. So wie die Firmeninhaber, die über die "Marbella-Connection" versuchten, Ihre überschuldeten Firmen zu beerdigen und ihre Mitarbeiter und anderen Gläubiger auf ihren Forderungen sitzen zu lassen. Ihnen hatte Elders eingeredet, sie könnten der Justiz entkommen, wenn sie ihm ihre Firmen "verkaufen", wobei sinnigerweise der Verkäufer den Käufer bezahlen musste. 
Konnten sie nicht und am Ende landeten viele von Ihnen im Kittchen.

Leider sind es nicht selten gutgläubige und gutwillige Menschen, die auf solche Betrüger hereinfallen. 
Leute, die nichts böses von anderen erwarten und glauben, dass sie ihm nur ihr Geld schicken brauchen, um sich eine Zusatzrente zu schaffen, um 10, 15, oder gar 20% Zinsen von ihm zu bekommen. 

Wir hoffen, dass dies nur wenige sind. Und dass sie wenigstens den Mut haben, den Betrug zur Anzeige zu bringen, wenn sie auf derartige Betrügereien hereingefallen sind.

Elders / Ramiro hat angekündigt, einige seiner hier analysierten Webseiten vom Netz zu nehmen. 
Offenbar haben seine Versuche, Bruchbuden an deutsche Rentner zu verkaufen, nicht so gut funktioniert. Einige der hier zitierten Webseiten sind schon verschwunden, aber die Google-Caches und andere Kopien davon existieren u.a. in den Archiven der "wayback machine" weiter.

Er ist auch dabei, sich ein neues Pseudonym zuzulegen. Die Ramiro-Masche wird ihm wohl doch langsam zu heiß. Immerhin hat er kürzlich in einer etwas dilettantischen, aber von ihm wohl als raffiniert empfundenen Aktion seine Identität bestätigt. Für uns ergab sich daraus nichts neues. 

Unter anderem Pseudonym versucht er sich jetzt im Immobiliengeschäft. Wir werden das beobachten und erwarten gerne Berichte von Betroffenen. Auf Wunsch kònnen wir diese Berichte auch hier publizieren.

Das heißt sicher nicht, dass die "Superanlagen" mit 20% Verzinsung oder andere "Schnäppchen" nun vom Tisch sind. Dafür wird vermutlich notfalls sein Freund "Norbert" sorgen, der nach Berichten an anderer Stelle "Hunderte vornehmlich ältere Leute mit unsinnigen Kredit- und Anlagemöglichkeiten abzockt". (siehe auch hier und hier)

Also, Augen auf. Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste. Besonders in Panama.


Herbert Elders alias Heldas alias Dr.Altmann alias Ramiro Arena gefasst

Panama, 16.12.2010

Nachdem wir wenige Tage zuvor die letzte Aktualisierung zur Identität des Herrn Elders / Heldas / Ramiro veröffentlicht hatten, erschien am 16.12.2010 in der panamaischen Presse eine Notiz über seine Festnahme.
Die Internet-Publikation "Hora Cero" (Stunde Null) berichtet:

CHORRERA: Arrestaron a un alemán buscado por la Interpol

HORA CERO.- Unidades de la Policía Nacional, a través de la Oficina Central Nacional de Interpol Panamá, retuvieron el lunes 13 de diciembre, al ciudadano alemán Herbert Josef Heldas, de 65 años de edad, quien mantiene una condena de 5 años por la falsificación de documentos y certificados falsos en 477 casos distintos, se informó oficialmente.

El extranjero, dijo la oficina de prensa de la policía, fue retenido en el corregimiento de El Coco, distrito de La Chorrera, provincia de Panamá, y es identificado como miembro de la agrupación “Marbella-Connection”, grupo que ocasionó daños por 4 millones de euros en toda Europa.

La condena la mantiene en el Tribunal Regional de Mühlhausen, en Alemania.

Heldas, fue remitido a las instancias correspondientes donde se le realizarán los procedimientos legales para que cumpla con su condena. 

Übersetzung:  

Chorrera: Interpol verhaftet gesuchten Deutschen

Hora Cero. - Einheiten der Nationalen Polizei nahmen am Montag 13. Dezember mit Unterstützung des Nationalen Zentralbüros der Interpol in Panamá den 65-jährigen deutschen Staatsbürger Herbert Josef Heldas fest.  Wie offiziell mitgeteilt wurde, war  dieser zu einer Haftstrafe von 5 Jahren wegen Fälschung von Dokumenten und Urkunden in 477 verschiedenen Fällen verurteilt worden.

Wie das Pressebüro der Polizei mitteilte, wurde der Ausländer im Verwaltungsbezirk El Coco im Distrikt von Chorrera, Provinz Panamá festgenommen und wird als Mitglied der als "Marbella-Connection" bekannten Gruppe identifiziert, welche Schäden für 4 Millionen Euro in ganz Europa verursacht hatte.

Die Verurteilung wurde vom Regionalgericht Mühlhausen in Deutschland ausgesprochen.

Heldas wurde den zuständigen Stellen übergeben, welches die rechtlichen Schritte einleiteten, damit er seine Strafe verbüßt.


 

Auch Panamá América bringt eine ähnlich lautende Notiz:

POLICÍA
Detienen a falsificador alemán en La Chorrera

Georgina Damián / georgina.damian@epasa.com PA-DIGITAL

El ciudadano alemán Herbert Josef Heldas, de 65 años de edad, fue detenido por unidades de la Policía Nacional, en coordinación con Interpol Panamá, al mantener una condena de 5 años por la falsificación de documentos y certificados falsos.

El extranjero tenía 477 casos distintos y es identificado como miembro de la agrupación “Marbella-Connection”, que ocasionó daños por 4 millones de euros en toda Europa.

La condena fue impuesta en el Tribunal Regional de Mühlhausen, en Alemania.

Heldas fue retenido en el corregimiento de El Coco, ubicado en el distrito de La Chorrera.

 


 

Die folgende Pressemitteilung 19/2010 stammt vom Landeskriminalamt Thüringen:

Kopf der sogenannten „Marbella-Connection“ aus Panama nach Deutschland abgeschoben

Anfang Dezember diesen Jahres wurde der wegen mittelbarer Falschbeurkundung und anderer Delikte zu fünf Jahren Haft verurteilte Kopf der sogenannten „Marbella-Connection“ durch Zielfahnder des Landeskriminalamtes Thüringen in Panama lokalisiert. Panamaische Behörden nahmen ihn dann in der vergangenen Woche fest, da er sich mit gefälschten Papieren auswies. Die dortigen Behörden entschieden, dass er nach Deutschland abgeschoben wird. Die Zielfahnder des LKA Thüringen begleiteten ihn auf der Rückreise und überstellten ihn nach seiner Ankunft in die JVA Frankfurt/Main. Von dort aus wird er in den nächsten Tagen nach Thüringen gebracht.
Hier muss er noch eine Reststrafe von drei Jahren und zehn Monaten verbüßen.

Er wurde seit März vergangenen Jahres durch die Zielfahndung des LKA Thüringen international gesucht. Er konnte sich auf Grund einer Haftverschonung 2007 ins Ausland absetzen.

Ihm als Mitglied der sogenannten „Marbella-Connection“ konnten von 1998 bis 2005 etwa 500 Einzelhandlungen von Falschbeurkundungen nachgewiesen werden. Der dadurch entstandene Schaden betrug 4,6 Millionen Euro.

Dieser Fall war der 11. beendete Zielfahndungsfall des LKA 2010. Die gesuchten Personen wurden in diesem Jahr in sieben verschiedenen Ländern festgenommen.

 


 

Schlusspunkt? Das wäre zu hoffen, ist aber leider nicht so. 
Elders hat deutlich gezeigt, dass seine Verurteilung ihn nicht sonderlich beeindruckt hat. Er hat weitergemacht, als sei nichts geschehen, hat sich währenddessen als "Justizopfer" selbst bemitleidet und sogar in offensichtlicher Selbstüberschätzung Hinweise zu seiner Identität und sogar zu seinem Wohnort veröffentlicht. Resozialisierung ist hier kaum zu erwarten.

Und was ist mit seinem Kumpanen Norbert Grzegowsky, den er teils auf seinen Webseiten, teils in persönlicher Korrespondenz aus Panama mehrfach erwähnte? 
Dieser Herr ist offenbar weiterhin im Geschäft mit betrügerischen Investments (siehe auch hier) und mit bankrott-bedrohten Firmen aktiv, das er zusammen mit Elders von Marbella aus begonnen hatte. Und Elders erwähnte ihn als den für die verschiedenen "Investment"-Schemen Zuständigen. Es steht zu hoffen, dass die Staatsanwaltschaft ein waches Auge auch auf ihn und seine weiteren Kumpane (s.o.) hat.

Derweil sind in Panama weitere angebliche "Investmentberater", "Immobilienmakler" und "Kreditvermittler" unter der Flagge angeblich in Panama registrierter Aktiengesellschaften ("S.A") tätig, die entgegen ihren Angaben NICHT in Panama registriert sind und damit offiziell gar nicht existieren, die keine auffindbare Adresse haben und sich hinter Namen verstecken, die niemand kennt und die vermutlich frei erfunden sind. 

Diese "Gesellschaften" wenden sich per Internet in schlechtem Deutsch im Stile des "Ramiro Arena" offenbar an deutschsprachige potentielle Opfer und versprechen ihnen billige Kredite, hochrentierliche Investitionen und "Traum"-Immobilien. Dahinter stehen Gebührenabzocke, Investmentbetrug und überteuerte Immobilienpreise.

Weshalb sonst sollten diese Leute ihre wahre Identität hinter anonymisierten Webseiten, nicht existierenden Aktiengesellschaften, unauffindbaren Adressen und erfundenen Namen verstecken?

Wer auf diese Dinge eingeht, sollte nicht erwarten, mit Strafanzeigen oder Zivilprozessen von Deutschland her viel ausrichten zu können. Selbst wenn jemand in Deutschland einen Rechtstitel gegen diese Gauner erwirken sollte (dazu braucht man den wahren Namen und eine auffindbare Adresse des Verantwortlichen), dann sind dennoch die Chancen, wieder an sein Geld zu kommen, verschwindend gering. (Siehe z.B. diesen Fall.)
Darauf bauen diese Leute ja.

Wer also die Absicht hat, nach Panama zu gehen und dort auf Grund verlockender Angebote zu investieren, sollte zuvor genau recherchieren, mit wem er es zu tun hat. 
Davon, einer nicht näher bekannten Person oder "Gesellschaft" in Panama Geld für die Eröffnung eines Bankkontos oder den Kauf einer Immobilie oder anderer "Investitionen" zu schicken, ist nur abzuraten.

Wie schon zuvor erwähnt: 

Angebote, die zu gut klingen um wahr zu sein, sind meist auch nicht wahr.